Aggressionen gehören zum Alltag im Dienst:

Eine aktuell in NRW durchgeführte Studie des Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschat der Ruhr Universität Bochum kam zu dem Ergebnis, dass 59 % der Befragten in einem Zeitraum von 12 Monaten von gewalttätigen Übergriffen betroffen waren.
Hiervon erlebten 27 % strafrechtlich relevante Delikte gegen die körperliche Integrität.

Der Großteil der Rettungskräfte fühlt sich nicht vorbereitet

Rund 55 % der Befragten gaben an, dass sie sich durch ihre Ausbildung nicht gut auf mögliche Konfliktsituationen vorbereitet fühlen.
Nur 18 % beführworteten die Einführung einer speziellen Schutzweste für den Rettungsdienst, wohingegen sich der Großteil der Teilnehmer regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen in den Bereichen Selbstverteidigung wünscht (77 %).
Quelle

Vergleichbare Ergebnisse lieferte eine Studie der Universität mit Bezug auf medizinisches Rettungspersonal aus dem Jahr 2013. Auch hier waren 59 % der Befragten von gewalttätigen Übergriffen betroffen!
Quelle

Der Bayrische Beamtenbund registrierte 2019 einen Höchststand an Gewalt gegen Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Besonders betroffen waren Polizeibeamte und -beamtinnen.

Es ist davon auszugehen, dass auch andere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Berufen mit hohem Gefährdungspotenzial (Ordnungsämter, Arbeitsämter, JVA, Kliniken, etc.) von vergleichbaren Gewaltsituationen betroffen sind.

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